Highspeed-Fotografie: Zerplatzender Wasserballon

Das brauchst Du:
» Manuell steuerbare Kamera
» Externes Blitzgerät

Um schnelle Bewegungen einfrieren zu können, braucht man nicht viel. Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze, wie man solch ein Projekt angehen kann.

Ansatz 1:
Eine sehr kurze Verschlusszeit (z.B. 1/4000s) lässt sich zu Hause kaum erreichen. Es fehlt einfach die erforderliche Lichtmenge. Im freien kann man vielleicht damit arbeiten – viel bessere Ergebnisse lassen sich jedoch mit dem Ansatz 2 umsetzen.

Ansatz 2:
Trick der ganzen Geschichte ist, es genau umgekehrt zu machen. Der Raum muss fast komplett abgedunkelt werden. Du solltest natürlich noch etwas erkennen können.

Nun stellst Du Deine Kamera auf zum Beispiel 5 Sekunden. Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wie man denn eine Highspeed-Aufnahme hinkriegt mit einer 5-sekündigen Verschlusszeit?! Das geht! Während dieser langen Verschlusszeit ist die Kamera wegen dem dunklen Raum quasi „blind“.

Wenn die Wasserbombe platzt, versuchst Du manuell den Externen Blitz auszulösen. Er ist also nicht an die Kamera angeschlossen. Später wird auf Deiner Aufnahme nur der kurze Moment des Blitzes zu sehen sein. Entscheidend ist die Abbrennzeit des Blitzes. Die Abbrennzeit ersetzt in diesem Fall die Verschlusszeit. Je schwächer der Blitz eingestellt ist, desto kürzer die Abbrennzeit. In diesem Fall leuchtet der Blitz nur 1/20.000s. Nur dieser eine Moment ist auf dem Bild zu sehen.

Mit einer normalen DSLR-Kamera könnte man nie solch eine Verschlusszeit erreichen. Da der Blitz von Dir aber manuell ausgelöst wird, brauchst Du sicher einige Versuche, bis Du den richtigen Moment erwischst. Mit Lichtschranken könnte man sich das etwas erleichtern, aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Die Belichtung regelst Du nur über die Blende, ISO und über die Stärke des Blitzes. Die eingestellte Verschlusszeit hat keine Auswirkung.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

2018-11-30T20:27:22+00:00